Archiv

05.06.2013
König lobt überdurchschnittliches Engagement bei Kinderbetreuung in Münchberg
„In Sachen Kinderbetreuung ist die Stadt Münchberg überdurchschnittlich gut aufgestellt“, stellte CSU-Landtagsabgeordneter Alexander König bei seinem Besuch im Montessori-Kinderhaus in der Ganghofer Straße in Münchberg fest.
Alexander König zu Gast in der KiTa Münchberg (v.l.n.r.): Alexander König, Leiterin des Montessori-Kinderhauses Hanne Stäudel und Bürgermeister Thomas Fein.
Begleitet wurde Alexander König von Bürgermeister Thomas Fein, der zum Thema Nachwuchs in Münchberg gute Nachrichten im Gepäck hatte: „Wir haben vier Kinderkrippen, fünf Kindergärten und zwei Horte für die Schulkinderbetreuung und bieten dort insgesamt rund 450 Plätze für die Betreuung unserer Jüngsten.“ Der Versorgungsgrad liegt in Münchberg bei den Krippenplätzen bei 40 Prozent, im Bereich Hort bei 41 Prozent und in den Kindergärten sogar bei 102 Prozent. „Zahlen von denen Eltern in Städten wie München nur träumen können und die über dem Landesdurchschnitt liegen“, lobte Landtagsabgeordneter Alexander König die zukunftsgerichtete Kinderbetreuung in Münchberg. Sehr zur Freude von Bürgermeister Thomas Fein schlägt sich die familienfreundliche Politik Münchbergs auch auf die Geburtenzahlen nieder, die entgegen dem sonstigen Trend in Münchberg seit 2010 leicht ansteigen.
Die Leiterin des Montessori-Kinderhauses in der Ganghofer Straße, Hanne Stäudel, erklärte ihren Besuchern, dass ihre Einrichtung keinen Rückgang an Anmeldungen zu verzeichnen hat. „Wir hatten in über 30 Jahren noch nie Probleme wegen zu wenigen Kindern. Die Eltern schätzen unsere Arbeit und die gute Atmosphäre in unserer Einrichtung“, so Stäudel. Dass im Kinderhaus eine tolle Stimmung herrscht, davon überzeugten sich Alexander König und Thomas Fein bei ihrem Rundgang. Ohne Scheu suchten selbst die Allerkleinsten Kontakt zu den beiden Politikern und erzählten frei von der Leber weg von ihren Erlebnissen.
Aber auch die Erzieherinnen hatten einiges auf dem Herzen und nutzten den Besuch von Landtagsabgeordnetem Alexander König, ihre Anregungen weiterzugeben. „Dass wir monatlich neu rechnen müssen, ob unsere Personalstunden noch zu den gebuchten Betreuungszeiten passen und damit einhergeht, dass die Mitarbeiterin ständig andere Arbeitszeiten haben, belastet den laufenden Betrieb“, machte Kindertagesstättenleiterin Hanne Stäudel deutlich. Alexander König stimmte Hanne Stäudel zu, dass zu knappe bemessene Beiträge und Buchungszeiten den Einrichtungen kaum Luft lassen und keine Möglichkeit besteht, durch angesparte Polster, mögliche Defizite auszugleichen. „Die Angst vor finanziellen oder personellen Engpässen stellt für viele Einrichtungsleitungen erhebliche psychische Belastungen dar“, weiß Alexander König aus zahlreichen Gesprächen mit Erzieherinnen in Leitungspositionen. Der Landtagsabgeordnete plädiert deshalb dafür, den Einrichtungen zu erlauben, in gewissem Umfang Gewinne zu erwirtschaften, um für „schlechtere Zeiten“ gewappnet zu sein. Hanne Stäudel und ihre Kolleginnen baten den Abgeordneten mit nach München zu nehmen, dass eine Küchenkraft für jede Kindertagesstätte, die Mittagessen anbietet, unerlässlich und deshalb auch zu finanzieren ist. „Bis jetzt übernehmen unsere Eltern durch zusätzliche Beiträge und Spenden das Gehalt unserer Küchenkraft. Wir sind der Meinung, diese Arbeitskraft gehört genauso zur Einrichtung wie eine Putzfrau, die schon immer zwingend zum Personalstamm gehört“, so Hanne Stäudel.
In einem Ausblick machten die Erzieherinnen des Montessori-Kinderhauses in Münchberg deutlich, dass die ganztägige Betreuung von Kindern in einer Einrichtung wohl in Zukunft noch mehr zunehmen wird. Eine veränderte Arbeitswelt und andere Familienmodelle sowie neue Anforderungen an die Schulsysteme lassen den Kindertagesstätten eine noch größere Verantwortung und wichtigere Rolle zukommen. „Deshalb wurde in Bayern das Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz eingeführt, um unsere Einrichtungen für die Zukunft bestens aufzustellen“, so CSU-Landtagsabgeordneter Alexander König. Beendet wurde sein Besuch durch das Mittagessen der Kinder, die jeden Tag-  dank der fleißigen Küchenkraft Frau Friedrich- an liebevoll mit Blumenschmuck und Stoffservietten gedeckten Tischen Platz nehmen. Die Einladung zum gemeinsamen Essen mussten Alexander König und Thomas Fein mit großem Bedauern wegen weiterer Termine ausschlagen.