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26.04.2013
König besucht Backhefeproduzenten aus Schwarzenbach
Einem Standort mit Zukunft hat CSU-Landtagsabgeordneter Alexander König einen Besuch abgestattet: Zusammen mit CSU-Ortsvorsitzendem und Kreisrat Hans-Peter Baumann besichtigte er die Hefefabrik Giegold in Schwarzenbach an der Saale.
Das Bild zeigt von links: Hefefabrik-Geschäftsführer Dr. Hans-Ulrich Pöhlmann, Alexander König MdL und Hans-Peter Baumann.
König zeigte sich von der 150-jährigen Geschichte und vor allem auch von der überaus positiven Entwicklung in jüngerer Vergangenheit des Herstellers von Backhefe beeindruckt. Seit 2007 ist die Hefefabrik Giegold ein einhundertprozentiges Tochterunternehmen des Hefespezialisten Lallemand, ein kanadisches Familienunternehmen mit 2400 Beschäftigten. Geschäftsführer Dr. Hans-Ulrich Pöhlmann, dessen Familie bereits seit fünf Generationen für die Geschicke der Schwarzenbacher Hefefabrik verantwortlich ist, machte gegenüber Alexander König und Hans-Peter Baumann deutlich, dass mit einer Investition von mehr als sieben Millionen Euro bis Mitte nächsten Jahres die Hefefabrik Giegold zum größten Backhefestandort in Zentraleuropa ausgebaut wird. „Mit dann 40 000 Tonnen Hefe pro Jahr sind wir innerhalb der Lallemand-Gruppe der führende Standort in Europa“, erklärte Pöhlmann. Dass mit den Investitionen und Produktionssteigerungen auch ein Ausbau der Arbeitsplätze bei der Hefefabrik Giegold einhergeht, freute Landtagsabgeordneten Alexander König und Stadtrat Hans-Peter Baumann besonders: Zu den aktuell 48 qualifizierten Arbeitsplätzen werden voraussichtlich noch einmal 12 hinzukommen. „Die hervorragend ausgebildeten und hoch motivierten Mitarbeiter sind unser großes Potenzial am Standort Schwarzenbach an der Saale“, machte Geschäftsführer Dr. Hans-Ulrich Pöhlmann deutlich. Um die komplexen Produktionsstrecken auf kleinstem Raum in der Schwarzenbacher Färberstraße am Laufen zu halten, braucht es qualifizierte Mitarbeiter, die rund um die Uhr mit ihrem Können und Wissen zur Verfügung stehen. „Die engagierten Mitarbeiter sind gegenüber unseren Standort-Mitbewerbern in Osteuropa unser größter Wettbewerbsvorteil“, so Pöhlmann. Der Geschäftsführer der Hefefabrik Giegold machte aber auch deutlich, dass es bereits aktuell schwierig sei, geeigneten Nachwuchs an Fachkräften zu finden: „Die Bewerbungen, die bei uns ankommen werden deutlich weniger, die Auswahl fällt zunehmend schwerer.“ Nachdem sonstige Standortfaktoren wie zum Beispiel die hohen Strom-, Heizöl und Gaskosten oder der Wasser- und vor allem Abwasserpreis erhebliche Nachteile im internationalen Wettbewerb mit sich bringen, sind qualifizierte Fachkräfte der entscheidende Faktor für den Standort Deutschland. Stadtrat Hans-Peter Baumann erklärte, dass die Stadt Schwarzenbach an der Saale mit dem Bau einer zweistufigen Abwasser-Teilreinigungsanlage nahe am Firmengelände der Hefefabrik zur Senkung der Betriebskostenumlage der Abwasseranlage in Hof, an die Schwarzenbach angeschlossen ist, beiträgt. Von der Investition in Höhe von knapp 5 Millionen Euro durch die Stadt und die Hefefabrik profitieren die kommunalen Verbandsmitglieder und die Hefefabrik Giegold. Gleichzeitig wird künftig aus geeigneten Stoffen des Hefefabrik-Abwassers Biogas erzeugt, ein weiterer wichtiger Schritt für eine zukunftsträchtige Entwicklung des Standortes Schwarzenbach an der Saale. Giegold wird das Biogas anstelle von Heizöl und Gas verfeuern, was eine CO2-Einsparung für die Umwelt von jährlich 2400 Tonnen bedeutet. „Die Hefefabrik Giegold ist ein weiteres herausragendes Beispiel für unsere leistungsfähigen Betriebe in der Region. Die Ausführungen des Geschäftsführers machen deutlich, dass es in unserer Heimat viele attraktive Arbeitsplätze im gewerblichen Bereich gibt“, machte Alexander König deutlich. Die Herausforderung der Zukunft, so der Landtagsabgeordnete, wird sein, die Menschen davon zu überzeugen, im Hofer Land ihre Chance zu ergreifen. „Wir müssen selber an unsere Stärken glauben und sie besser vermarkten“, forderte CSU-Landtagsabgeordneter Alexander König nach seinem Besuch bei der Hefefabrik Giegold.