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20.12.2012
Alexander König informiert sich in Regnitzlosau
Mit einem Besuch in Regnitzlosau wirbt der Hofer Landtagsabgeordnete Alexander König für die Stimmkreisreform. Denn ab der Landtagswahl wird auch Regnitzlosau wieder zum Stimmkreis Hof gehören.
Während der Betriebsbesichtigung im Gespräch: Alexander König, Firmeninhaber Jürgen Kleiber und Bürgermeister Hans-Jürgen Kropf.
In einem konstruktiven Gespräch mit Bürgermeister Hans-Jürgen Kropf und den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats tauschte sich Alexander König im Rathaus über die Vorhaben und Pläne der Gemeinde aus. Bürgermeister Kropf schilderte dabei die derzeitige Lage der Gemeinde Regnitzlosau und konnte auf solide Finanzen verweisen. „Wenn mit einem Kredit für dringend notwendige Investitionen so gerungen wird wie hier, merkt man, dass ordentlich gewirtschaftet wird“, beschreibt Alexander König seinen Eindruck und meint damit den geplanten Neubau des Feuerwehrhauses und die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs.
Große Sorgen bereitete den anwesenden Gemeinderäten der mögliche Neubau weiterer Windkraftanlagen auf Regnitzlosauer Gemeindegebiet. „Wir haben bei den bisherigen Anlagen alle die Hand gehoben und dafür gestimmt. Dahinter stehen wir auch. Aber irgendwann reicht es“, stellt Bürgermeister Kropf die Situation der Gemeinde dar. Eine Sorge, die Alexander König nur allzu gut verstehen kann. „Wie bei allem im Leben braucht es auch bei den Windkraftanlagen das richtige Maß und Ziel. Die Gründung von Bürgerinitiativen gegen weitere Windkraftanlagen in der Region zeigen, dass das richtige Maß bereits verletzt wurde. Besonders schlimm für die Menschen ist, dass sie keine tatsächliche Möglichkeit haben gegen Windräder vor ihren Fenstern vorzugehen. Nur wenn die Genehmigungsbehörde Landratsamt Hof im Einvernehmen mit den betroffenen Gemeinden den Projektanten klar macht, dass weitere Windräder nicht erwünscht sind und mit allen Mitteln verhindert werden, werden sich diese endlich in anderen Regionen nach Standorten suchen“, so Alexander König.
Die Stimmkreisreform werteten Bürgermeister Kropf und die Gemeinderäte positiv. „Regnitzlosau hat ja nicht einmal eine gemeinsame Grenze zum Landkreis Wunsiedel. Insofern freue ich mich, dass endlich wieder zusammen kommt, was zusammen gehört“, so Alexander König. Gleichzeitig dankte er Martin Schöffel für die gute Arbeit in den letzten Jahren.
Anschließend an das Gespräch besuchte der Landtagsabgeordnete gemeinsam mit Bürgermeister Kropf und dem CSU-Ortsvorsitzenden Oliver Geyer die Firma Kleiber. Die Kleiber GmbH bietet Porzellan- und Textildrucke verschiedener Art an und verfügt außerdem über einen eigenen Fabrikverkauf. Inhaber Jürgen Kleiber hatte gemeinsam mit seiner Frau Silvia als Kleinstunternehmer angefangen und beschäftigt mittlerweile über fünfzehn Mitarbeiter. Bei der Besichtigung der Produktionsanlagen zeigte sich Alexander König beeindruckt von der Erfolgsgeschichte. „Jürgen Kleiber zeigt, was man mit unternehmerischem Denken und Weitsicht alles auf die Beine stellen kann“, so König. Der Unternehmer nutzte die Gelegenheit und bat König bei den stetig steigenden Energiepreisen um Hilfe. „Den Brennofen auf die notwendigen 800 Grad hoch zu heizen und diese Temperatur über mindestens drei Stunden zu halten, verbraucht enorm viel Strom. Dieser Faktor ist für uns zum echten Kostentreiber geworden“, beschreibt Kleiber seine Situation.
Beim anschließenden Sektempfang im neu gestalteten und erweiterten Fabrikverkauf konnte sich der Hofer Landtagsabgeordnete von der Warenvielfalt des „outlet“ überzeugen. Auf rund 300 qm bietet Kleiber Mode, Porzellan und Schmuck an. „Bei uns geht es etwas lockerer zu. Da bekommt der Kunde dann auch gerne mal ein Glas Prosecco beim Einkauf“, beschreibt Silvia Kleiber die Atmosphäre. Alexander König war beeindruckt. „Bei meinen Besuchen im Landkreis lerne ich nach all den Jahren doch immer wieder neues kennen“, so König nach der Besichtigung.
Anschließend traf sich Alexander König zusammen mit dem CSU-Ortsvorsitzenden Oliver Geyer mit dem Regnitzlosauer Pfarrer Holger Winkler. Dieser bat Alexander König um Unterstützung bei der Finanzierung einer Stelle zur Betreuung der Jugendarbeit. „Wir versuchen derzeit gemeinsam mit der Gemeinde eine Stelle zur Betreuung der Jugendarbeit zu schaffen. Wir wollen für die Jugendliche wieder mehr Angebote schaffen“, erklärt Holger Winkler die Intention. „Insbesondere im Hinblick auf die extremistischen Kräfte in Oberprex ist es uns wichtig ein nachhaltiges Gegenangebot zu schaffen“, ergänzt der CSU-Ortsvorsitzende Oliver Geyer. Eine halbe Stelle wäre derzeit durch die Kommune und die evangelische Kirche abgedeckt. Alexander König sagte zu, sich an den zuständigen Innenminister Joachim Herrmann und Sozialministerin Christine Hadertauer wegen der Teilfinanzierung der Stelle zu wenden.
Zum Abschluss seines Besuchs hatte Alexander König am Abend die Bevölkerung eingeladen sich zum gegenseitigen Austausch bei Glühwein und Lebkuchen auf dem Postplatz zu treffen. Viele Regnitzlosauer waren trotz widriger Wetterverhältnisse der Einladung gefolgt, um dem Landtagsabgeordneten ihre Anliegen zu schildern. „Mir sind solche Gespräche sehr wichtig. Hier erfahre ich Dinge, von denen ich sonst nie etwas zu hören bekäme“, erzählt Alexander König. Rund zwei Stunden lang tauschte sich Alexander König mit den Bürgern aus.