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09.11.2012
Alexander König: Hof keine Schuldenstadt
Die Stadt Hof liegt im Schuldneratlas im bundesweiten Vergleich mit anderen Städten absolut im Mittelfeld. Das erklärt der Hofer Landtagsabgeordnete Alexander König als Reaktion auf die ausschließlich negative Berichterstattung eines landesweiten Radiosenders über die Hofer Schuldensituation.
Antenne Bayern hatte in einem Kurzbericht Hof als bayerisches Schlusslicht bei der Überschuldungsquote dargestellt. Dabei nahm der Sender auf den gerade veröffentlichten Deutschen Schuldenatlas Bezug. „Dieser Bericht ist Wasser auf die Mühlen all derer, die unsere Region schlecht reden wollen“, erklärt Alexander König.
Vielmehr sei es so, dass gesamt Bayern im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich gut abschneide. „Die Stadt Hof mag bayernweit das schlechteste Ergebnis haben, aber wenn man sich die Mühe macht und den Vergleich bundesweit zieht sieht die Welt plötzlich ganz anders aus“, so Alexander König. Demnach steht die Stadt Hof mit einer Schuldnerquote von 13,29 Prozent im Vergleich zu anderen Kreisfreien Städten noch gut da. So weisen Städte wie Pirmasens oder Halle Werte von 17 bis 18 Prozent auf. „Dazu kommt noch, dass es uns gelungen ist die Schuldnerquote in den letzten sechs Jahren von über 14 Prozent auf 13,29 Prozent zu senken“, so König. Der geringe Anstieg gegenüber letztem Jahr sei außerdem in ganz Bayern zu erkennen.
Der Landkreis Hof zeichnet im bundesweiten Schuldneratlas übrigens ein positives Bild. Mit einer Quote von gerade einmal 8,68 Prozent liegt der Landkreis über dem bundesdurchschnitt von 9,65 Prozent.
Der Schuldneratlas wird jährlich erstellt. Dabei gilt jeder als Schuldner, dessen laufenden Kosten höher sind als seine Einnahmen und sein bestehendes Vermögen. Die Schuldnerquote in Stadt und Landkreis Hof war in den letzten Jahren rückläufig und ist dieses Jahr entsprechend dem bundesweiten Trend wieder leicht angestiegen.