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05.06.2015
Nachbarschaftsbesuch in Kronach
„Wir Oberfranken reden viel zu bescheiden über unsere Heimat, obwohl wir in einer in jeder Hinsicht überraschenden Region Bayerns leben, die unglaublich viel zu bieten hat“, macht CSU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Alexander König deutlich.

Deshalb hat König eine neue Veranstaltungsreihe der CSU im Hofer Land ins Leben gerufen: unter der Überschrift „Nachbarn besuchen Nachbarn“ hat sich kürzlich ein Bus voller Mitglieder und Freunde der Landkreis-CSU auf den Weg in den Nachbarlandkreis Kronach gemacht. Auf dem Programm stand unter anderem ein Besuch des Europäischen Flakonglasmuseums. Das Kleintettauer Museum stellt die 350-jährige Glasmacher-Tradition im Frankenwald auf überaus anschauliche und lebendige Art dar. Die Führung durch die europäische Besonderheit mitten im Frankenwald übernahm Carl-August Heinz, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens Heinz-Glas mit einer fast 400-jährigen Glasmacher-Familientradition. Neben dem Kleintettauer Stammsitz produziert Heinz-Glas in vier weiteren deutschen Werken sowie an Standorten in Polen, der Schweiz, Tschechien, China und in Nord- und Südamerika Glasflakons von höchster Qualität. Das Unternehmen ist ein echter Global-Player, der alle großen, luxuriösen und  exklusiven Parfum-Hersteller weltweit zu seinem Kundenstamm zählt. In dem Museum sind nicht nur Glasflakons in allen nur vorstellbaren Farben und Formen ausgestellt. Die Besucher hatten außerdem die Möglichkeit auf einer Plattform über die Produktionsanlagen der Firma Heinz-Glas zu spazieren. „Beeindruckend“ war wohl das meistverwendete Wort beim Anblick der Schmelzöfen und Produktionsstraßen, wo mitten im Frankenwald Glasflakons für die große, weite Welt der internationalen Düfte produziert werden.
Im Anschluss an das Glasflakonmuseum fanden sich die Besucher aus dem Hofer Land nur ein paar Meter weiter mitten in tropischen Gefilden. In der Gewächshausanlage Klein-Eden in Kleintettau werden subtropische und tropische Früchte sowie Süßwasser-Speisefische in Bio-Qualität gezüchtet. Möglich wird dieses einmalige Projekt im klimatisch eher rauen Frankenwald durch die umweltfreundliche Nutzung der Abwärme der Firma Heinz-Glas in direkter Nachbarschaft. Das Projekt dient dazu zu zeigen, dass in Zukunft tropische Nutzpflanzen und Speisefische unter nachhaltig wirtschaftlichen Bedingungen in unseren Breitengraden erzeugt werden können. Dadurch könnten künftig lange Transportwege mit hohen Schadstoffemissionen vermieden werden. In Klein-Eden werden die vorhandenen Ressourcen wie Energie, Wasser und Nährstoffe mehrfach genutzt, erfuhr die Besuchergruppe der CSU im Hofer Land. So dient das Abwasser der Fischzucht zum Beispiel als Dünger für die Pflanzen. Klein-Eden bietet seinen Besuchern somit nicht nur einen Kurzurlaub in exotischer Fauna und Flora, sondern dient als Demonstrationsobjekt für zukunftsweisende Energiekonzepte, um Abwärme sinnvoll und nachhaltig zu nutzen. Ein grenzüberschreitender Projektbeirat aus Universitäten, Kommunen sowie der Glas- und Keramikindustrie der Region stellt deshalb vergleichbar energieintensiven Betrieben der Region die Projektergebnisse zur Verfügung.
Den Abschluss des äußerst informativen und erlebnisreichen Nachbarschaftsbesuchs der CSU im Hofer Land bildete die Veranstaltung „Kronach leuchtet“. Bei dem Lichtspektakel mit Lasershow, übrigens das größte Lichtevent Bayerns, entdeckten die Besucher die Nachbarstadt Kronach noch einmal in einem sprichwörtlich ganz neuen Licht. Die Kronacher Organisatoren und Veranstalter wollen mit dem Lichtevent Botschafter für ihre Heimat sein, Mut machen und zeigen, was in der Region alles möglich ist. Ein Ansinnen, das ihnen vollumfänglich gelungen ist, darüber waren sich die Besucher aus dem Landkreis Hof einig. „Wir haben viele interessante, ideenreiche und innovative Menschen getroffen, die unsere Heimat wirklich voranbringen. Unser erster Nachbarschaftsbesuch war ein eindrucksvolles Erlebnis, über das sich ausschließlich positiv berichten lässt. Angesichts unserer tollen Unternehmer, Forscher und Erfinder und Mutmacher ist Bescheidenheit völlig fehl am Platz. Nach so einem Tag kann man völlig zu Recht stolz auf unsere Heimat sein und das auch lautstark nach außen tragen“, so das Fazit von Organisator und CSU-Kreisvorsitzendem Alexander König und den Teilnehmern des Nachbarschaftsbesuches in Kronach.
Das Bild zeigt einen Teil der Gruppe mitten in den tropischen Pflanzen des Gewächshauses „Klein-Eden“.