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11.04.2014
Sächsische Landtagsabgeordnete in Hof
„Wir müssen uns entscheiden, welche Bahnstrecke elektrifiziert werden soll, sonst wird auf absehbare Zeit keine Strecke elektrifiziert“, forderte der Hofer CSU-Landtagsabgeordneten Alexander König, der seine CDU-Kollegen aus dem benachbarten sächsischen Vogtland in die Stadt Hof eingeladen hatte, um aktuelle Themen gemeinsam zu besprechen.
Zu dem Gedankenaustausch, der eine Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen dem bayerischen Landtagsabgeordneten Alexander König und den sächsischen CDU-Abgeordneten zum Ziel hatte, waren nach Hof Frank Heidan, Andreas Heinz, und Jürgen Petzold gekommen. Heidan, der wirtschaftspolitische Sprecher der sächsischen Landtags-CDU, vertritt den Wahlkreis Plauen, Andreas Heinz und Jürgen Petzold vertreten die Wahlkreise Vogtland 1 und Vogtland 2. „Im Amtszimmer des Hofer Oberbürgermeisters Dr. Harald Fichtner haben wir gemeinsame Projekte besprochen. Wichtigstes Thema war die Verbesserung der Schienenanbindung unserer gemeinsamen Region“, berichtete Alexander König nach dem Gespräch. Einig waren sich die Abgeordneten aus den Nachbarbundesländern, dass die Autobahnen hervorragend ausgebaut und die Grundvoraussetzung für die Wirtschaftsverbindungen zwischen Bayern und Sachsen sind. „Umso wichtiger ist es, endlich auch die Bahnverbindung sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr zu optimieren und den heutigen Anforderungen anzupassen“, forderte CSU-Landtagsabgeordneter Alexander König. Laut König wurden bei dem bayerisch-sächsischen Gedankenaustausch die beiden möglichen zu elektrifizierenden Bahnstrecken Franken-Sachsen-Magistrale und die Verbindung Hof-Marktredwitz- Regensburg ausführlich besprochen und alle Vor- und Nachteile abgewogen. „Für die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale spricht, dass der Personenzug in Hof künftig nicht mehr geteilt werden müsste und die Fahrgäste sich so das lästige Umsteigen in Hof ersparen“, so Alexander König. Fest steht allerdings auch, dass die Strecke durch die Fränkische Schweiz mit vielen Tunnel und Kurven für den Güterverkehr eher ungeeignet ist. Außerdem wird die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale keine nennenswerte Verkürzung der Fahrtzeit mit sich bringen, weil es bei wenigen Halten keinen Unterschied zwischen Diesel- und Elektroloks gibt. Die Elektrifizierung der Strecke Hof-Marktredwitz-Regensburg wäre vor allem für den Güterverkehr von nationaler Bedeutung: „Auf dieser Strecke könnte der Logistikstandort Hof an die großen Seehäfen Hamburg und Triest angebunden werden“, machte Alexander König deutlich. Für die Fahrgäste würde die Elektrifizierung der Strecke über die Oberpfalz auch eine bessere Anbindung an den internationalen Flughafen in München bedeuten. Mit der Elektrifizierung dieser Strecke wäre auch eine Fernverkehrsverbindung zwischen München und Dresden über Marktredwitz und Hof möglich. König und seine sächsischen Abgeordnetenkollegen gehen davon aus, dass die Bahnlinie von Hof über Marktredwitz nach Regensburg auch bei weitem kostengünstiger zu elektrifizieren wäre. „Wir haben bei beiden Strecken die Vor- und Nachteile ausführlich erörtert und waren uns am Ende unseres Gesprächs einig, dass die Strecke Hof-Marktredwitz-Regensburg für den Logistikstandort Hof, von dem auch die Sachsen entscheidend profitieren, Vorteile bringt“, fasste Alexander König ein Ergebnis der bayerisch-sächsischen Zusammenkunft zusammen. Die vier Landtagsabgeordneten unterstrichen, dass die Priorität auf den Ausbau einer der beiden möglichen Strecken zu legen sei, damit die Planungen endlich vorangehen. CSU-Landtagsabgeordneter Alexander König fordert außerdem, dass die Bayerische Staatsregierung die Vorfinanzierung der Planungskosten ebenso übernehmen muss wie das in der Vergangenheit bereits die Sächsische Staatsregierung getan hat. „Nachdem die Übernahme des wesentlichen Teils der Baukosten der zweiten Münchner S-Bahn-Stammstrecke in Milliardenhöhe für die Staatsregierung kein Problem darstellt, sollte es auch möglich sein, den überschaubaren Millionenbetrag für eine vernünftige und zeitgemäße Bahnanbindung unserer Region vorzustrecken“, so Alexander König.

Nach dem Gedankenaustausch stärkten sich die Gesprächsteilnehmer beim Hofer Wärschtlamo. Das Bild zeigt von links: Andreas Heinz, Frank Heidan, Wärschtlamo Thomas Junghans, Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, Jürgen Petzold und Alexander König.