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14.03.2014
König schreibt Seehofer wegen Mödlareuth
„Das Museum Mödlareuth muss als einzigartige Gedenkstätte unserer deutschen Geschichte erweitert und dauerhaft gesichert werden“, fordert der Hofer CSU-Landtagsabgeordnete Alexander König in einem Schreiben an den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer.

Das ehemals geteilte Dorf Mödlareuth steht mit seiner beispiellosen Geschichte für die Schrecken der Teilung Deutschlands und bezeugt eindrucksvoll das Leid der betroffenen Menschen. „Es bedarf der dauerhaften und verlässlichen Finanzzusagen der verantwortlichen Bundesrepublik Deutschland und der betroffenen Bundesländer Bayern und Thüringen. Nur so kann die Informations- und Gedenkstätte Mödlareuth entsprechend ihrer Bedeutung für die deutsche Geschichte erhalten werden“, unterstreicht Alexander König gegenüber Horst Seehofer. König macht weiter deutlich, dass die jährlichen Zahlungen der Länder Bayern und Thüringen und des Bundes in Höhe von insgesamt 142 000 Euro völlig unzureichend sind, den fortlaufenden Betrieb des Museums zu sichern. Rund 65 000 Besucher haben allein im vergangenen Jahr Mödlareuth besucht, um sich am Ort des Geschehens mit der jüngsten deutschen Geschichte vertraut zu machen. „Die Betreuung von Schulklassen in Containern ist auf Dauer ökonomisch und ökologisch nicht hinnehmbar und wird der einzigartigen Bedeutung des Museums für ganz Deutschland überhaupt nicht gerecht“, kritisiert König. Deshalb stellt der Hofer Landtagsabgeordnete fest, dass der Museumsbetrieb ohne räumliche Erweiterung nicht ordentlich und vor allem angemessen aufrechterhalten werden kann. „Zu klären ist, welcher Umfang einer Erweiterung sinnvoll ist und wer die damit verbundenen Lasten dauerhaft tragen wird. Außerdem muss eine schwierige Grundsatzentscheidung getroffen werden, ob das bestehende Museum behutsam erweitert werden soll oder ein vollständiger Museumsneubau sinnvoll ist“, führt König in seinem Schreiben an den bayerischen Ministerpräsidenten aus. Laut Alexander König müssen bei allen Entscheidungen der einzigartige Charakter und die Authentizität der Anlage im Vordergrund stehen. „Bayern muss als das Bundesland, in dem das Museum Mödlareuth seinen Sitz hat, bei der Lösung der finanziellen Probleme vorangehen und Thüringen und den Bund mit ins Boot holen. Vorab muss allerdings der örtliche Träger die entsprechenden Entscheidungen treffen, wie das Museum erweitert werden soll. Diese Entscheidungen müssen dann auch mit Nachdruck vertreten werden“, so Landtagsabgeordneter Alexander König. In diesem Zusammenhang stellt König auch die Frage, welche Entwicklung die Erweiterungspläne genommen haben, die bereits vor Jahren bei einem Gespräch zwischen dem zuständigen Kultusminister Ludwig Spaenle, dem Hofer Landrat Bernd Hering und Alexander König erörtert wurden.