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29.01.2014
König verschafft sich Eindruck von Asylbewerberheim
Über die Unterbringung der Asylbewerber zog CSU-Landtagsabgeordneter Alexander König bei seinem Informationsbesuch im Münchberger Asylbewerberheim ein positives Fazit: „Die 37 Asylbewerber sind in dem Haus in der Helmbrechtser Straße anständig untergebrachrt."

Über die Unterbringung der Asylbewerber zog CSU-Landtagsabgeordneter Alexander König bei seinem Informationsbesuch im Münchberger Asylbewerberheim ein positives Fazit. „Die 37 Asylbewerber sind in dem Haus in der Helmbrechtser Straße anständig untergebracht“, so der Eindruck des Landtagsabgeordneten. In dem Münchberger Heim, das vor vier Jahren wieder in Betrieb genommen wurde, wohnen aktuell 37 Asylbewerber aus dem Irak, dem Iran, Aserbaidschan, Afghanistan und Armenien. Die Unterkunft wird von der Regierung von Oberfranken betrieben, die das Haus angemietet hat. Betreut wird das Haus von einem Angestellten der Regierung von Oberfranken, der Alexander König bei seinem Besuch bestätigte, dass es sowohl mit den Räumlichkeiten als auch mit den Asylbewerbern in Münchberg keine Probleme gibt. Dieser Eindruck verfestigte sich bei König auch bei seinem Gespräch mit zwei Iranern, die sich in der Unterkunft ein Zimmer teilen. Die beiden Männer, die über Deutschkenntnisse verfügen, freuten sich über den Besuch des Landtagsabgeordneten und gaben über ihre Lebensumstände bereitwillig Auskunft. Im Anschluss an seinen Besuch informierte sich König beim Münchberger Dekan Erwin Lechner über die Situation der Asylbewerber. Lechner bestätigte den Eindruck Alexander Königs, dass die Unterbringung der Asylbewerber in Münchberg keine besonderen Probleme bereitet. „Es gibt sogar echtes Interesse an der evangelischen Kirche. Einige der Asylbewerber haben unsere Gottesdienste und Veranstaltungen besucht und sich nach eingehender Prüfung für den evangelischen Glauben entschieden“, berichtete der Dekan bei dem Gespräch. Einig waren sich Erwin Lechner und Alexander König, dass das Verfahren zur Anerkennung oder Ablehnung der Asylbewerber durch die zuständige Bundesbehörde beschleunigt werden muss. Landtagsabgeordneter Alexander König erklärte, dass dafür mehr Personal ausgebildet werden muss. Er zeigte sich zuversichtlich, dass das Problem erkannt und in Zukunft verbessert wird. Besonders lobte König das Engagement des Vereins MünchBürger, die ehrenamtlich Deutschkurse für die Asylbewerber in ihrer Stadt anbieten. „Vorstandsmitglied Elfriede Bauer engagiert sich hier in herausragender Weise und leistet einen wertvollen Beitrag zur Integration der Asylbewerber in Münchberg“, machte Alexander König deutlich. Seit Juli vergangenen Jahres fördert das Bayerische Sozialministerium ehrenamtliche Deutschkurse für Asylbewerber. „Deutschkenntnisse sind für alle ein Gewinn. Sie erleichtern den Kontakt mit Ärzten, Behörden und der Asylsozialberatung. Bei der Anerkennung als Flüchtling  ermöglichen Deutschkenntnisse eine raschere Integration. Bei Nichtanerkennung und Rückkehr in das Heimatland verbessern Sprachkenntnisse die berufliche Perspektive“, so der CSU-Landtagsabgeordnete. Alexander König und Erwin Lechner erörterten bei ihrem Gespräch auch differenzierte Fragen, wie die fehlende Arbeitserlaubnis für Asylbewerber zu arbeiten und die Finanzierung der Asylsozialberatung. König und Lechner waren sich einig, dass es unter anderem in diesen Punkten noch Diskussionsbedarf und Lösungsansätze braucht, die auf Länder- und Bundesebene zu entwickeln sind. Diese und weitere Themen zur Situation der Asylbewerber in der Region werden auf einem offenen Fachgespräch am 12. Februar auf Initiative der Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner  in Münchberg diskutiert, zu dem Dekan Erwin Lechner herzlich einlädt.