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28.01.2022
Bürokratie der Impfnachweise vereinfachen
Der Geschäftsführer des Hofer Central-Kinos, Stadtrat Stefan Schmalfuß, hat in einem offenen Brief klar und verständlich dargestellt, welchen Herausforderungen sich Kulturbetriebe bei der Kontrolle der Corona-Regeln ausgesetzt sehen. Nicht nur dass sich die Vorschriften ständig ändern, sehen sich die Mitarbeiter zusätzlich dadurch überfordert, dass sie in kürzester Zeit die unterschiedlichsten Formate von Impf- und Testnachweisen mit den zugehörigen persönlichen Daten abgleichen und hierbei auch noch das Alter und den sonstigen Status der Kunden überprüfen sollen.
Schmalfuß fordert daher, entweder die Verantwortung auf den einzelnen Bürger zu übertragen und nur noch stichprobenartig zu kontrollieren, oder hilfsweise den Betrieben ein entsprechendes Hilfsmittel, wie zum Beispiel eine einheitliche App zur Verfügung zu stellen, mit der alle Kriterien einfach und zweifelsfrei nachgewiesen werden können.

CSU-Landtagsabgeordneter Alexander König unterstützt Stefan Schmalfuß mit seinem Anliegen. „Als Aufsichtsratsvorsitzender der Hofer Symphoniker weiß ich von diesen Problemen. Ich habe Gesundheitsminister Klaus Holetschek dringend gebeten, die konstruktiven Vorschläge zeitnah auf ihre Umsetzbarkeit hin zu überprüfen.“ König bemängelt, dass die Möglichkeiten der Digitalisierung zwar in Taiwan und Südkorea voll genutzt würden, während wir in Deutschland hinterher seien. „Nach zwei Jahren Pandemie müssten wir mit unserem Verwaltungshandeln deutlich weiter sein. Einfache Instrumente, wie eine einheitliche App für alle Anwendungen und für alle Anwender fehlen leider bis heute,“ kritisiert König. Die Pandemie werde immer noch tagesaktuell diskutiert und fortlaufend neue Entscheidungen getroffen, anstatt endlich auf langfristige, verlässliche Systeme zu setzen. Das wirke bei allen Beteiligten nicht vertrauensbildend. Impfen sei wichtig. „Eine Impfpflicht wird aber nicht schlagartig alle Probleme lösen. Zumal in der Regierung in Berlin überhaupt keine Einigkeit besteht und das Projekt wahrscheinlich auf die lange Bank geschoben wird,“ befürchtet König. Umso wichtiger sei es, das tägliche Leben durch einfache Instrumente für jedermann zu erleichtern. „Ich bin Stefan Schmalfuß für seinen Hilferuf aus der Praxis sehr dankbar. Ich hoffe, dass er auch in der Bürokratie gehört wird!“ fordert der CSU-Landtagsabgeordnete.