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09.08.2021
Bürgermeister sprechen über das Bauen der Zukunft
Ende Juli lud CSU-Landtagsabgeordneter Alexander König die CSU-Bürgermeisterinnen und CSU-Bürgermeister aus Stadt und Landkreis Hof zum Gespräch ein.
Das Treffen begann mit der Besichtigung des Summa-Parkes in Oberkotzau. Bürgermeister Stefan Breuer erläuterte die 10-jährige Umsetzungsphase und die schwierigen Voraussetzungen. Beeindruckt zeigten sich die Kollegen von der guten Nutzung und Renaturierung des Areals. Die Wohnmobilstellplätze locken Gäste aus ganz Europa in die Region und sollen weiter ausgebaut werden. Sport- und Erholungsangebote sowie der stets wachsende Fernwehpark sind weitere Highlights. „So bedauerlich der damalige Niedergang der Firma Summa war, so erfreulich ist dieses Ergebnis nach der Umgestaltung. Hier haben die Kommunalpolitiker bereits vor Jahren die richtigen Entscheidungen zu mehr Natur und modernem Tourismus getroffen“, lobte König den Summa-Park. „Aus einem dunklen Eck wurde eine herrliche Parkanlage in Oberkotzau“, bestätigte Breuer.

Anschließend kamen aktuelle Themen auf den Tisch.

Wie wird Bauen zukünftig möglich sein? „Die bayerische Staatsregierung wird beim staatlichen Bauen eine klare Priorität auf Holz legen. Wo es geht, wird Holz verbaut. Es gibt Leuchtturmprojekte z.B. bei der TU Nürnberg. Hier gilt es, Knowhow, erfolgreiche Firmen und v.a. Produktionsstandorte in unsere Region zu holen“, erläuterte König. Gerade mit der Holzkompetenz aus dem Frankenwald lasse sich gut darauf aufbauen. Der bayerische Ministerpräsident Söder legte auch einen Schwerpunkt seiner letzten Regierungserklärung auf „Klimagerechtes Bauen mit Holz“: Jeder Kubikmeter des natürlichen Rohstoffes Holz, der verbaut wird, speichere eine Tonne CO2. Und das bayerische Potenzial sei groß: „Das Holz für ein durchschnittliches Holzhaus, das in Bayern gebaut wird, wächst in 40 Sekunden nach“, so Söder. König führt dazu weiter aus: Die staatlichen Förderprogramme werden sich in den kommenden Jahren deutlich verändern. Die Maßstäbe und Fördervoraussetzungen von FAG über Städtebauförderung bis hin zur Dorferneuerung werden sich am Holzbau orientieren. Andere Bauweisen werden entweder gar nicht mehr oder mit einem geringeren Prozentsatz bezuschusst werden. Als erste Schritte werde die Staatsregierung unter anderem bis zu 400 neue mehrgeschossige Holzhäuser und 50 Holzhäuser über die Kommunen pro Jahr finanziell deutlich fördern.

Auf kommunaler Ebene im Landkreis Hof wird bereits seit längerem auf diesen Baustoff der Zukunft gesetzt. Beispielsweise berichtete Kristan von Waldenfels, CSU-Bürgermeister der Stadt Lichtenberg: „Bei den Planungen für unseren KITA-Neubau haben wir uns bewusst für eine Holzständerbauweise entschieden. Der Rohstoff ist natürlich, nachhaltig und die Fertigung bzw. der Aufbau der Gebäudehülle kann schnell erfolgen.“ Wenn da nicht der aktuelle Baustoffmangel wäre. Auch dagegen müsse die Politik neue Strategien entwickeln, um weniger abhängig vom globalen Markt zu sein. Darüber sind sich die Kommunalpolitiker und Alexander König einig.

Und was bleibt von der Förderoffensive Nordostbayern? Viele Kommunen haben von diesem einmaligen Programm enorm profitiert, Immobilien wurden aufgewertet und neue Plätze nach dem Abbruch alter Gebäude wurden geschaffen. Nun läuft das Programm bald aus und muss abgerechnet werden. „Es wird eine große Herausforderung, die noch laufenden Maßnahmen trotz Baustoff- und Fachkräftemangel fristgerecht abzuschließen. Hier hoffen wir auch auf Entgegenkommen der Regierung von Oberfranken“, führt der Stammbacher Bürgermeister Karl Philipp Ehrler aus.

Selbstverständlich wurden auch Standpunkte zur Bundestagswahl und zur Bewältigung der Corona-Pandemie angesprochen und diskutiert.