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27.05.2021
Für eine Zukunft des Bismarckturms
„Der Bismarckturm ist nicht nur ein Baudenkmal, sondern bietet auch einen phantastischen Blick auf Hof“. So sieht es nicht nur CSU-Landtagsabgeordneter Alexander König, sondern auch viele andere Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hof und aus der Region. Vor Ort besichtigte König mit dem Hofer Bezirksrat und Stiftungsrat der Oberfrankenstiftung Dr. Harald Fichtner das Bauwerk und die aktuellen Schäden.
Vor allem die Feuchtigkeit frisst sich immer weiter durch den Innenputz und die innenliegende Ziegellage in das Mauerwerk hinein und bedroht damit den Bismarckturm in seiner Existenz. Herabstürzende Bauteile machen aktuell das Betreten für Besucher unmöglich.

Stadtheimatpfleger Leo Reichel, der sich um die Rettung des seit 2010 geschlossenen Bismarckturms kümmert und dabei große Unterstützung in Form von Zuspruch und konkreten Spendenzusagen aus der Bürgerschaft erfährt, erläuterte die Situation und seine Initiative zur Wiedereröffnung des Hofer Bismarckturms. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass die notwendigen Sanierungsarbeiten einen mittleren sechsstelligen Betrag kosten werden. „Wenn wir zu lange mit der Sanierung warten, verschlimmern sich die Schäden und gefährden den Turm in seiner Substanz,“ betonte der Stadtheimatpfleger und verwies darauf, dass der äußere Eindruck eines grundsoliden Bauwerkes leider täusche. So seien die Verfugungen zwischen den mächtigen Außensteinen zum Beispiel nur optischer Natur. Stadtbaudirektor Dr. Stephan Gleim berichtete von den vorbereitenden Maßnahmen der Stadt Hof für eine etwaige Sanierung des Turms. Ein Gutachten zu den Schäden und deren möglicher Behebung sei in Auftrag gegeben worden. Der Geschäftsführer der Oberfrankenstiftung Stefan Seewald erläuterte aus seiner Erfahrung die etwaigen Fördermöglichkeiten und die dafür erforderlichen Bedingungen. Alexander König und Harald Fichtner zeigten sich zuversichtlich: „Wir würden gerne Zuschüsse der Bayerischen Landesstiftung, der Oberfrankenstiftung und weiterer Förderer für die Sanierung einwerben. Zunächst ist jedoch das von der Stadt beauftragte baufachliche Gutachten abzuwarten, bevor aufgrund einer realistischen Kostenschätzung Zuschussanträge gestellt werden können. Der Bismarckturm ist ein Teil der Hofer Stadtgeschichte und muss für alle Bürger wieder zugänglich gemacht werden!“

 

Bildunterschrift: Vor dem Eingang des Bismarckturmes in Hof (v.l.) Leo Reichel, Dr. Harald Fichtner, Alexander König, Dr. Stephan Gleim und Stefan Seewald