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05.11.2018
Kreisverband CSU Hof-Land zur Landtags- und Bezirkstagswahl - König: Die CSU muss jünger und weiblicher werden
Bei der kürzlich stattgefundenen Vorstandssitzung des CSU-Kreisverbandes Hof-Land wurden die Ergebnisse der Landtags- und Bezirkstagswahl analysiert und wichtige Themen und Aufgaben der Zukunft angesprochen.

Freude herrschte darüber, dass sowohl Alexander König wieder als direkt gewählter Abgeordneter im Bayerischen Landtag vertreten ist, als auch Oberbürgermeister Harald Fichter die Nachfolge des scheidenden Eberhard Siller im Bezirkstag antreten darf. „Ich bedanke mich bei allen Wählerinnen und Wählern für ihr entgegengebrachtes Vertrauen und verspreche, die Belange unserer Region mit Nachdruck im Landtag und gegenüber der bayerischen Staatsregierung zu vertreten“, so König. Im Angesicht der bundesweiten Gesamtumstände könne man mit dem bayerischen Ergebnis der CSU zufrieden sein. Die Wähler aus Stadt und Landkreis Hof haben die CSU und ihre Vertreter mit einem guten Vertrauensvorschuss ausgestattet, dem es nun gilt gerecht zu werden. Das Ergebnis der Landtagswahl zeige, dass die Menschen eine Koalition möchten. Eine Zusammenarbeit mit den Freien Wählern ergibt dabei die größten inhaltlichen Übereinstimmungen. König blickt in die Zukunft: „Ich hoffe sehr, dass wir nach der Regierungsbildung in München unsere Baustellen zügig lösen werden. Persönlich wünsche ich mir, dass wir als CSU begreifen, dass wir als Volkspartei nur eine Zukunft haben, wenn wir breit genug aufgestellt sind. Aktuell ist die CSU immer noch zu alt und zu männlich. Unsere Partei muss vor allem für Frauen und junge Menschen attraktiver werden. Das muss sich sowohl inhaltlich als auch personell niederschlagen.“

In der anschließenden Aussprache meldeten sich viele Mitglieder zu Wort. „Wir müssen unser konservatives Profil wieder schärfen“, forderte nicht nur Christian Rose aus Helmbrechts. „Und zeitgleich dürfen wir uns neuen Themen und Herausforderungen nicht verschließen, sondern müssen sie ernsthaft angehen. Das erwarten gerade die jungen Wähler“, erklärte die Münchbergerin Katja Wolfrum. Besonders der Klimaschutz, die Energiewende und der drastische gesellschaftliche Wandel wurden mehrfach während der Kreisvorstandssitzung genannt. „Dabei dürfen wir keinen anderen Meinungen hinterherlaufen, sondern sind als Volkspartei gefordert, eigene Visionen und Lösungen zu entwickeln und anzugehen“, bestärkten Christian Mehnert aus Schwarzenbach/Saale und der Bad Stebener Bürgermeister Bert Horn ihre Vorredner.

Die Diskussion wurde fortgeführt und bei vielen Wortmeldungen zeigte sich deutlich, dass an der CSU-Spitze dringend personelle Konsequenzen erforderlich sind. Horst Seehofer sei man zu großem Dank verpflichtet. Gerade seine Verdienste um die Förderoffensive Nordostbayern wirken sich sehr positiv für unsere Region aus. Nichts desto trotz hoffe man sehr auf Seehofers Einsicht und einen Wechsel und wünsche ihm bereits jetzt einen glücklichen Ruhestand.