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04.09.2018
Besuch bei der Hochschule Hof und im Theater Hof - Wissenschaftsministerin unterstützt Innovationen und Modernisierung
Sowohl Forschung und Entwicklung als auch ein gutes Kulturangebot sind für zukunftsfähige Regionen besonders wichtig. Daher lud Landtagsabgeordneter Alexander König die bayerische Wissenschaftsministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle nach Hof ein und besuchte mit ihr und dem Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner die Hochschule als auch das Theater. Dort wurden wichtige Zukunftsprojekte angesprochen.
Ministerin Kiechle im Hofer Theater: v.l. Intendant des Hofer Theaters Reinhardt Friese, Landtagsabgeordneter Alexander König, Wissenschaftsministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle, Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, Intendantin der Hofer Symphoniker

Die Forschungsabteilung der Hochschule Hof präsentierte der Ministerin ein zentrales Projekt. Ein Team forscht daran, wie man Biopolymere, also natürliche, abbaubare Kunststoffe, so herstellen und verwenden kann, dass sie in der Natur keine bleibenden Müllberge oder Mikroplastik sowie massive Schäden hinterlassen. Die Verwendung biobasierter Polymere würde zudem zu einer zunehmenden Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen führen, erklärte Prof. Dr. Michael Nase. In Hof wird sich vor allem mit den Bereichen Verpackung und Textil beschäftigt. Um diese wichtigen Arbeiten intensivieren zu können, strebt die Hochschule den Aufbau eines „Instituts für Biopolymere und Sustainability“ an. Alexander König erklärt: „Bereits im Vorfeld dieses Termins habe ich mich für dieses tolle Vorhaben in München eingesetzt und unterstütze die Idee des Instituts.“ Die Ministerin sagte zur Freude aller Anwesenden zu, die anteiligen Kosten für die Planung eines solchen Instituts in den kommenden Doppelhaushalt des Freistaates aufzunehmen. „Solche Arbeiten an den zentralen Fragen der Zukunft müssen vom Freistaat Bayern bestmöglich gefördert werden“, stellte Kiechle heraus.

Ähnlich beeindruckt zeigte sich die Ministerin beim anschließenden Besuch des Hofer Theaters. Für die Spielzeit 2019/20 stehen enorme Umbaumaßnahmen an. Die technischen Anlagen müssen nach über 25 Jahren erneuert werden, da der technische Fortschritt kein Abwarten mehr zulässt und das Ausfallrisiko steigt. In der technischen Generalsanierung sind die Bühnentechnik, der Bühnenboden, die Beleuchtungstechnik, die Audio- und Video-Anlagen, die Steuerungstechnik sowie die Lüftungsanlagen enthalten. Hinzu kommen energetische und bauliche Verbesserungsmaßnahmen.  Um die Aufführungen während des Baubetriebes gewährleisten zu können – wenn auch im kleineren Rahmen - , wird ein mobiles Gebäude seitlich links des Haupteinganges mit den Maßen 21 x 48 Metern errichtet werden. „Dieser Umbau ist dringend notwendig, um unser Theater weiterhin zeitgemäß und attraktiv betreiben zu können“, verdeutlicht Oberbürgermeister Fichtner die Situation. Für die vorübergehende Spielstätte, zusätzliche Personalkosten und Einnahmeausfälle prognostizieren die Verantwortlichen jedoch erhebliche Mehrkosten. „Wir sind sehr froh und dankbar, dass das Hofer Theater als einziges nichtstaatliche Theater Bayerns im Jahr eine Förderung durch den Freistaat in Höhe von 55 Prozent erhält. Diese Unterstützung ist nun auch für die durch die Bautätigkeiten entstehenden Mehrkosten dringend geboten“, stellte König dar und Marion Kiechle reagierte prompt: „Ich werde mich für die anteilige Finanzierung der Mehrkosten im Zuge der Sanierungsarbeiten einsetzten. Dieser Betrag soll im kommenden Doppelhaushalt für das Theater Hof zusätzlich bereitgestellt werden.“