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14.12.2017
König kritisiert Rückbau des ÖPNV
Entsetzt reagiert Alexander König, als er eine Nachricht einer Familie aus Rothenbürg bei Selbitz erhielt. Folgender Sachverhalt macht der Familie zu schaffen: Durch die seit dem 10.12.2017 geltende Fahrplanänderung des Zugbetreibers „agilis“ der Strecke Bad Steben - Hof kommen deren Kinder nachmittags nach dem Unterricht um 16 Uhr nicht mehr mit dem ÖPNV von ihrer Schule in Naila nach Hause nach Rothenbürg.
Die Eltern müssen sie nun täglich mit dem Auto fahren. Eine Buslinie gibt es für diese Strecke zu dieser Zeit nicht. Diese Situtation ist aktuell traurigen Realität, da der Zug Richtung Hof um 16 Uhr zwar im Schritttempo durch Rothenbürg fährt, aber seit der Fahrplanänderung nicht einmal mehr bei Bedarf dort halten darf. Die nächsten Haltestellen wären die über 3 Kilometer entfernten Bahnhöfe Selbitz und Stegenwaldhaus. „Sinn und Zweck eines optimalen ÖPNV ist, dass das Verkehrsmittel an jeder möglichen Haltestelle zumindest bei Bedarf hält und somit eine maximale Erschließung des ländlichen Raumes gewährleistet wird. Das Durchfahren im Schritttempo ist ein Schildbürgerstreich!“, stellt Landtagsabgeordneter König fest und wendet sich nun mit einem Brief unmittelbar an den zuständigen bayerischen Eisenbahnminister Joachim Herrmann: „Ich fordere den Freistaat Bayern auf, dafür Sorge zu tragen, dass Verkehrsträger auch wirklich alle Haltestellen an der Strecke bedienen und dies auch vertraglich festzuschreiben.“ Es kann nicht sein, dass bestehende und genutzte Infrastruktur ohne Not zurückgebaut wird und so zum massiven Nachteil der Rothenbürger Bevölkerung wird. Möglicherweise müsse nun sogar der Sachaufwandsträger der Schule die Kosten für die ersatzweise Schülerbeförderung der Kinder, z.B. mit dem Taxi oder dem Kleinbus, übernehmen. Eine nicht akzeptable neue Lage. „Ich setze mich dafür ein, dass die 16-Uhr-Züge zukünftig wieder in Rothenbürg halten. Jede andere Lösung wäre nachteilig und unbefriedigend für alle Beteiligten“, äußerte sich König abschließend.