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11.12.2017
Zur Zukunft der Bahnstrecke Bamberg – Hof/Bayreuth: Freistaat und Bahn müssen Elektrifizierung gewährleisten
Die Bahnstrecke von Bamberg nach Hof und Bayreuth ist von zentraler Bedeutung für den oberfränkischen Zugverkehr. Für deren Elektrifizierung kämpft die regionale Politik seit Langem und mittlerweile ist die älteste oberfränkische Fernstrecke dafür auch in den Bundesverkehrswegeplan bis 2030 aufgenommen worden. „Umso unverständlicher sind die neuesten Entwicklungen, die nun im Zuge des Baus der B-289-Ortsumgehung im Untersteinach zu Tage treten“, äußerst sich der Hofer Landtagsabgeordnete Alexander König.
Kürzlich war in der Frankenpost zu lesen, dass durch die Umgehungsstraßenbaumaßnahmen des Staatlichen Bauamtes Bayreuth bei Untersteinach anschließend keine Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Bamberg und Bayreuth/Hof mehr möglich sei. Die zu geringen Maße zweier neu geplanter Brücken über die Gleise verhinderten dies. Eine Elektrifizierung der Strecke wolle die Bahn jedoch gar nicht, ergänzte laut Frankenpost ein Verantwortlicher der Staatlichen Bauamtes. Somit wäre der Weg für die Ortsumgehung frei. „Falls dies tatsächlich so umgesetzt werden sollte, wäre das ein Skandal!“, kritisiert Alexander König massiv. „Es kann nicht sein, dass auf Kosten einer Ortsumgehung die wichtige Elektrifizierung der gesamten Bahnstrecke Bamberg-Hof/Bayreuth verhindert wird. Entweder man plant technisch so um, dass damit auch nach dem Bau der Brücken eine Elektrifizierung möglich ist, oder der Straßen- und Brückenbau in diesem Projekt ist sofort einzustellen bis eine andere Lösung gefunden wurde!“, fordert König. Zur Klärung dieser Angelegenheit hat der CSU-Abgeordnete bereits eine Anfrage zum Plenum an die Staatsregierung gestellt, die in dieser Woche noch beantwortet wird.