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27.10.2017
Innovative Blühstreifen für eine nachhaltige Landwirtschaft
Zukunftsgerichtet, modern und nachhaltig arbeiten die Landwirte im Hofer Land. Davon konnte sich der bayerische Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner, selbst überzeugen, als er vergangene Woche auf Einladung des CSU-Landtagsabgeordneten Alexander König die Region besuchte.
Ein vorbildliches Projekt, das durch Eigeninitiative des Landwirtes Frank Hick aus Unterhartmannsreuth entstand, könnte bald Schule machen und als Modell für ganz Bayern dienen. Blühstreifen auf einer Gesamtfläche von 9,65 ha säumen seit diesem Jahr mehrere Felder um den Feilitzscher Ortsteil Unterhartmannsreuth. Landwirtschaftsminister Brunner zeigte sich begeistert von der bunten Mischung aus Sonnenblumen und verschiedensten kleineren Pflanzen, die nun als neuer Lebensraum für Vögel, Insekten und weitere Wildtiere dienen, Bodenerosion verhindern und das Landschaftsbild verschönern. Durch die finanzielle Unterstützung der Hofer Jägerschaft, des Bund Naturschutzes und des Bayerischen Naturschutzfonds sowie der fachlichen Begleitung des oberfränkischen Wildlebensraumberaters Matej Mezovsky konnten die Blühstreifen realisiert und nun für mindestens die nächsten fünf Jahre betreut werden. Einige Stellschrauben, wie die Aufhebung des Mulchgebotes, müssen zwar für den optimalen Erfolg der Blühstreifen noch nachjustiert werden, aber in der Gesamtschau zeigten sich sowohl Frank Hick als auch alle anwesenden Experten sehr zufrieden und dankbar. „Diese Maßnahme zeigt exemplarisch den Willen und die Innovationskraft der regionalen Landwirte für eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft und die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Jägern, Ämtern und Institutionen im Hofer Land“, beschreibt Alexander König stolz dieses Vorzeigeprojekt.

Die Landwirte haben Mut zu Neuem und stellen ihre Betriebe breit und krisensicher auf, in dem sie auf mehrere Standbeine und moderne Bereiche setzen. Das zeigte sich nicht nur bei der Besichtigung der Blühstreifen, sondern auch bei der anschließenden Veranstaltung mit Jungbauern und Bäuerinnen in Ahornberg. Die jungen Landwirte Andreas Wolfrum und Christian Barthold präsentierten Minister Helmut Brunner ihre Sicht der Dinge über Hoffnungen und Ängste junger Landwirte und deren Erwartungen an die Politik, äußerten sich teils kritisch und gaben Brunner Verbesserungsvorschläge mit auf den Weg. Das richtige Maß zu finden im Spannungsfeld zwischen Ausweitung von Bio-Betrieben, Direktvermarktung, Energie-Erzeugung, Tourismus, Gastronomie und Naturschutz bei gleichzeitiger Beschränkung durch Zertifizierungen und Vorgaben sowie steigendem Preisdruck, Flächenmangel und gespaltenem Verbraucherverhalten ist die große Herausforderung für die Landwirtschaft der Zukunft im Hofer Land. Brunner zeigte sich beeindruckt von der klaren Ansprache der Jung-Landwirte und ergänzte und kommentierte die dargestellten Aspekte ausführlich und kompetent. Nach einer anschließenden konstruktiven Diskussion über praktische Probleme der landwirtschaftlichen Betriebe bedankte sich Alexander König bei Helmut Brunner für sein Interesse und sein Kommen und ist sich sicher, dass die Landwirte aus dem Hofer Land bei Brunner einen positiven bleibenden Eindruck hinterlassen haben.

Bildunterschrift: Vor Ort überzeugen sich von dem Erfolg der Blühstreifen in Unterhartmannsreuth (v.l.) Ministerialrat Georg Schlapp (bayer. Naturschutzfonds), Wildlebensraumberater Matej Mezovsky, federführender Landwirt beim Blühstreifenprojekt Frank Hick, Wunderatsch, Alexander König MdL und der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner.