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Aktuelles

18.08.2021

Die Ausbildung im Handwerk braucht besondere Unterstützung

König fordert die Aussetzung der Mindestklassenstärken an den Berufsschulen

Die Anzahl Lebensmittel herstellender Handwerksbetriebe ist rückläufig. Das Ergebnis ist weniger Vielfalt an Produkten und Geschmack. Traditionelle Produkte werden nicht mehr angeboten und gehen verloren - leider auch im Hofer Land. Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielfältig.
Mit einem konkreten Unterstützungsvorschlag wendet sich nun Alexander König an Staatsminister Aiwanger.

Einer der Gründe für Betriebsaufgaben ist der Nachwuchsmangel. Zu wenige junge Menschen wählen den Beruf des Bäckers oder Metzgers und viele vor allem kleine Betriebe haben nicht die nötigen Ressourcen um Nachwuchswerbung zu betreiben. Im Ergebnis führt das zu immer schmäler werdenden Ausbildungsjahrgängen und immer kleiner werdenden Berufsschulklassen. Die ohnehin schon konzentrierten Berufsschulstandorte drohen weiter reduziert zu werden, was diese Ausbildungsberufe für junge Leute nicht attraktiver macht. Ein Teufelskreis oder eine Spirale nach unten ist die Folge.
"Unsere Aufgabe als Politiker ist es, die Rahmenbedingungen für das Handwerk so zu verbessern, dass dieser Abwärtstrend so schwach wie möglich ausfällt und auch neue Betriebe entstehen können", stellt CSU-Abgeordneter Alexander König fest und wendet sich mit einem konkreten, coronabedingten Vorschlag an den für das Handwerk zuständigen Staatsminister Hubert Aiwanger. In seinem Brief weist er auf Folgendes hin: In Zeiten der Corona-Pandemie fielen Ausbildungsmessen, Werbeveranstaltungen des Handwerks und Schulbesuche von Handwerksbetrieben ebenso aus wie Praktika bei den Handwerksbetrieben. Das lässt leider einen weiteren Rückgang der Ausbildungszahlen in den Handwerksbetrieben des Lebensmittelgewerbes erwarten. In der Folge dürften an manchen Berufsschulstandorten die Mindestklassenstärken nur noch schwer zu erreichen sein. Ursache sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie. "Ich bin der Meinung, dass diese schwierige Situation überbrückt werden muss, indem die normalerweise geltenden Mindestzahlen für die Berufsschulklassen ausgesetzt werden, bis es den Handwerksbetrieben wieder im üblichen Umfang möglich ist, sich um die Nachwuchsgewinnung zu bemühen", fordet König. Der Kultusminister Prof. Michael Piazolo könnte die entsprechenden rechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen, dass Berufsschulklassen für das Lebensmittelgewerbe an den bisherigen Standorten zum neuen Schuljahr unter Außerkraftsetzung der bisher geltenden Mindestschülerzahlen gebildet werden können. "Die Herausforderungen sind offensichtlich und mein Lösungsvorschlag wäre praktikabel. Nun sind die verantwortlichen Landtagskollegen der Freien Wähler am Zug und ich hoffe sehr, dass mein Vorschlag zeitnah umgesetzt werden kann", blickt König in die Zukunft.