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Aktuelles

05.10.2020

Landtagsabgeordnete fordern die Abbildung wichtiger Strecken durch Nordbayern im DeutschlandTakt des Bahnfernverkehrs

„Die Direktverbindungen Nürnberg-Marktredwitz-Dresden und München-Hof-Leipzig müssen im DeutschlandTakt des Bahnfernverkehrs sichergestellt werden!“ Mit einer starken Stimme fordern dies die oberfränkischen CSU-Landtagsabgeordneten sowie deren Kollegen Tobias Reiß aus Tirschenreuth, Norbert Dünkel aus dem Nürnberger Land und weitere Abgeordnete. Sie haben dieses wichtige infrastrukturelle Anliegen nun als gemeinsamen Antrag im Bayerischen Landtag eingereicht.

Ende Juni dieses Jahres hatte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer die Planungen zum Deutschlandtakt 2030 vorgestellt. Mit dem Deutschlandtakt soll in den kommenden Jahren ein neuer Fahrplan im Schienenfernverkehr und Schienengüterverkehr mit zuverlässigen schnellen Verbindungen und attraktiven Reisezeiten umgesetzt werden. Jedoch würde bei den aktuellen Planungen besonders der nördliche und östliche Teil Bayerns sowie große Teile Sachsens stark abgehängt statt besser angebunden werden. Alle Bemühungen der letzten Jahre für die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale und für einen bessere Anbindung der Region z.B. nach Berlin und an andere starke Wirtschaftsräume wären umsonst gewesen. Aktuell würde nur die Direkt-Verbindung Nürnberg-Erfurt realisiert werden.

Daher widerspricht Alexander König, CSU-Landtagsabgeordneter (Hofer Land), diesen Planungen vehement: „Es ist erklärtes Ziel der Bayerischen Staatsregierung die Bevölkerungsentwicklung und die wirtschaftliche Entwicklung in allen Landesteilen zu unterstützen und überall gleichwertige Lebensbedingungen zu schaffen. Hierzu gehört auch die leistungsfähige Bahn-Anbindung aller Landesteile und damit auch der Metropolregion Nürnberg an das benachbarte Sachsen mit seiner Metropole Dresden und dem Wirtschaftsraum Leipzig.“

Und Gudrun Brendel-Fischer, CSU-Landtagsabgeordnete (Bayreuth), betont die Folgen: „Bei der Realisierung der aktuellen Planungen würde unsere Region massiv abgehängt und auf Jahrzehnte hinweg wirtschaftliche, infrastrukturelle Nachteile erleiden. Das kann auch die Bayerische Staatsregierung so nicht hinnehmen.“

Daher setzen sich die CSU-Landtagsabgeordneten in ihrem Antrag dafür ein, dass die Bayerische Staatsregierung darauf hinwirkt, dass im geplanten „DeutschlandTakt“ des Bahnfernverkehrs die Direktverbindungen Nürnberg-Marktredwitz-Hof-Dresden und München-Regensburg-Hof-Leipzig trotzdem realisiert werden.

„Die Metropolregion Nürnberg und die angrenzenden Gebiete haben sich in den vergangenen Jahren wirtschaftlich hervorragend entwickelt. Sowohl wirtschaftlich als auch politisch ziehen wir an einem Strang. Nun würden diese Erfolge durch die geplanten Deutschland-Takt-Strecke „…“ massiv beschnitten und herabgesetzt, statt sie durch die direkte Einbeziehung weiter zu unterstützen. Die Verantwortlichen der Bahn würden sehenden Auges einen ökonomischen Rückschritt unserer Region in Kauf nehmen. Das können wir als Abgeordnete nicht hinnehmen“, machte Martin Schöffel, CSU-Landtagsabgeordneter (Wunsiedel-Kulmbach) deutlich.

Die Abgeordneten sind sich einig: „Ein DeutschlandTakt ohne die Einbindung des nördlichen und örtlichen Teil Bayerns wäre eine Katastrophe, die es zu verhindern gilt.“