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05.04.2018
Standortgutachten für Hotel in Bad Steben scheidet Kurhaus aus
„Der Staat hat getan, was ihm möglich ist. Jetzt muss die Gemeinde die zur Verfügung stehenden Erkenntnisse über geeignete Hotelstandorte in Bad Steben aktiv nutzen,“ schlägt der Bad Stebener Landtagsabgeordnete Alexander König vor.

Darüber, dass in Bad Steben ein weiteres Hotel mit gehobenen Standards dringend notwendig ist, herrscht Einigkeit. Jedoch ist die Standortfrage ungeklärt. Aus diesem Grund übernahm Landtagsabgeordneter Alexander König die Initiative, führte bereits vor zwei Jahren gemeinsam mit dem Bad Stebener Bürgermeister Bert Horn ein Gespräch mit dem damaligen Staatssekretär des Bayerischen Finanzministeriums Albert Füracker und regte dabei eine ergänzende Standortanalyse zum Gutachten aus dem Jahre 2008 an. Das bayerische Finanzministerium gab diese in Auftrag und die Ergebnisse liegen nun vor.

Der Wunsch, das Kurhaus, das sich im Eigentum des Freistaates befindet, in den Bau eines neuen Thermenhotels einzubinden, wird nicht Wirklichkeit werden. Dieser Standort scheidet nach dem Gutachten aus, da neue wasserwirtschaftliche Erkenntnisse über die dortige Bodenbeschaffenheit zu enorm teuren aber notwendigen heilquellentechnischen Schutzmaßnahmen führen würden. Diese Kosten würden das Hotel bereits vorweg unrentabel machen. Somit muss für die Zukunft des „Alten Kurhauses“ anderweitig geplant werden. „Nun sind die Kommune und der Freistaat gefordert, gemeinsam ein schlüssiges und nachhaltiges Sanierungs- und Nutzungskonzept für das Kurhaus zu entwickeln. Erst anschließend macht eine von Freistaat bereits in Aussicht gestellte Bestandssanierung der Immobilie auch Sinn“, rät Alexander König eindringlich.

Die vorliegende Analyse zu möglichen Hotelstandorten zeigt aber auch sehr gute Ansatzpunkte und erfolgsversprechende Standorte in Bad Steben auf. Als „gut geeignet“ werden das ehemalige „Mutter-Kind-Heim“ an der Badstraße in unmittelbarer Kurparklage sowie die Areale „3a und 3c ‚Am Seifenteich‘“ am Schwimmbad und gegenüber bewertet. Als eher ungeeignet scheidet der ebenfalls bereits in die Diskussion gebrachte Standort nahe dem Wohnmobilparkplatz an der Steinbacher Straße aus. „Das ehemalige Mutter-Kind-Heim wurde vor Jahren von Privatinvestoren von der katholischen Kirche erworben. Hier könnten die Eigentümer motiviert werden das Hausgrundstück als für ein Hotel geeignetes Grundstück an Hotelentwickler oder Hotelinvestoren weiterzuverkaufen,“ schlägt Landtagsabgeordneter Alexander König vor. „Einfacher zum Ziel kann man vielleicht mit den Grundstücken ‚Am Seifenteich‘ kommen. Hier obliegt es der Gemeinde aktiv zu werden, welche bestimmt ohnehin für eine neue Verwendung für das Schwimmbadgrundstück sucht. Am Seifenbach gibt es die besten Bedingungen für ein neues Hotel. In der Nähe des Teiches und des Bachlaufes können herrliche Außenbereiche um das Gebäude herum entstehen, Parkplätze sind bereits vorhanden, die Bebaubarkeit des Geländes ist gegeben und ein Hotel an diesem Standort würde ideal mit dem örtlichen Entwicklungskonzept übereinstimmen“, erläutert König das Gutachten. Das Grundstück habe er zusammen mit Bürgermeister Bert Horn schon einmal Tourismusexperten gezeigt. „Diese waren von der Lage nahe an den Kuranlagen und der Öffnung hin zum Seifenteich und dem Seifenbachgrund begeistert,“ erinnert sich der Bad Stebener Landtagsabgeordnete.