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20.03.2018
Staatssekretär Gerhard Eck sagt zu: B 15 wird vierspurig mit Mitteltrennung ausgebaut
Die Bundesstraße 15 von der Autobahnausfahrt Hof-West nach Hof wird vierspurig mit Mitteltrennung ausgebaut. Die Baumaßnahme soll bereits im nächsten Jahr beginnen. Bis zur Fertigstellung werden vorläufige Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf der gefährlichen Strecke umgesetzt.
Bei der Besprechung zum Ausbau der B15

Das hat der Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, Gerhard Eck, heute in München zugesagt. Der Erörterungstermin war auf Initiative von CSU-Landtagsabgeordneten Alexander König zustande gekommen. Beteiligt waren auch die Bayerische Oberste Baubehörde und die Regierung von Oberfranken.

In der Vergangenheit ist es bereits zu mehreren schweren Unfällen mit Todesfolge auf dieser Strecke gekommen. Das hat die zuständigen Verkehrs- und Baubehörden veranlasst Überlegungen anzustellen, wie die von mehr als 20.000 Fahrzeugen pro Tag befahrene Bundesstraße zwischen Hof und der Autobahnausfahrt bei Leupoldsgrün sicherer gemacht werden kann. Neben einer Geschwindigkeitsbegrenzung war zuletzt seitens der Behörden auch an einen Rückbau der Straße auf eine zweispurige Bundesstraße mit abwechselnder Überholspur gedacht worden.

Das veranlasste Landtagsabgeordneten Alexander König sich in die Diskussion einzuschalten. „Ein Rückbau auf insgesamt nur drei Spuren wäre ein Rückschritt gewesen, der den Begegnungsverkehr durch breitere Fahrspuren zwar sicherer gemacht hätte, jedoch mangels baulicher Trennung der Fahrbahnen Frontalzusammenstöße ebenfalls nicht verhindern könnte. Außerdem wären insbesondere im Winter an den Gefällstrecken Behinderungen mangels Überholmöglichkeit durch hängende Fahrzeug zu befürchten. Deshalb habe ich mich vehement für einen vierspurigen Vollausbau mit Fahrbahnverbreiterung und baulicher Mitteltrennung bei Staatssekretär Gerhard Eck eingesetzt,“ begründete König seine Initiative.

Bei dem Gespräch im Staatssekretärsbüro im Innenministerium, an dem auch Landrat Dr. Oliver Bär teilnahm, erläuterte Ministerialrat Peter Weywadel von der Bayerischen Obersten Baubehörde, dass ein Ausbau der vierspurigen B 15 auf eine Fahrbahnbreite von 15 Meter einschließlich durchgehender baulicher Trennung der Fahrbahnrichtungen möglich ist. Erforderlich sei allerdings auch eine Verbreiterung  der bestehenden Brücken bei den Unterführungen. Der Durchlass der Brücke bei Föhrenreuth sei für die erforderliche Fahrbahnbreite ausreichend. Frau Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz bestätigte, dass die Erweiterungsmaßnahme ohne zeitaufwändiges Planfeststellungsverfahren erfolgen könne, wenn der erforderliche Grunderwerb auf freiwilliger Basis gelinge.

Als gelernter Baufachmann und absoluter Praktiker erwies sich wieder einmal der aus Unterfranken stammende langjährige Bürgermeister und heutige Staatssekretär Gerhard Eck: „Da machen wir nicht rum. Der vierspurige Ausbau einschließlich Mitteltrennung muss schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden!“  Er verwies auf einen ihm bekannten vergleichbaren Fall in Unterfranken, wo auch nur ein Vollausbau Sinn mache. Mit den Verbreiterungsmaßnahmen der Überführungen könne in jedem Fall schon im nächsten Jahr begonnen werden. Auch die notwendige Ampel an der Autobahnauffahrt könne schnellstmöglich errichtet werden.  

Gerhard Eck forderte zudem alle weiteren Maßnahmen zu ergreifen, welche eine Verbesserung der Verkehrssicherheit bis zum vollendeten Ausbau gewährleisten. Hierzu wird auch eine vorübergehende Beschränkung der Geschwindigkeit auf 80 Stundenkilometer auf dem Streckenabschnitt gehören. Landrat Dr. Oliver Bär regte zudem das Ausfräsen der Ränder beziehungsweise das Aufbringen von Lärmstreifen an, um vor dem Ausfahren auf das Bankett zu warnen.

Landtagsabgeordneter Alexander König zeigte sich vom Engagement des Staatssekretärs für einen Ausbau der vierspurigen B 15 begeistert: „Ich danke Dir sehr herzlich für Deine Zusage für den vierspurigen Vollausbau mit Mitteltrennung! Damit wird ein Rückbau vermieden, den viele Bürger als Schildbürgerstreich empfunden hätten.“ Der Staatssekretär konterte in Anspielung auf die morgen anstehende Regierungsbildung: „Das müssen wir heute noch regeln. Man weiß ja nicht, was morgen sein wird.“

Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner zeigte sich zufrieden , dass die für Hof wichtige Lebensader nun schnell ausgebaut werden soll und die Verkehrssicherheit im Mittelpunkt der Überlegungen steht: „Die Wölbattendorfer und die Landkreisbürger, welche täglich zur Arbeit nach Hof fahren, brauchen dringend eine sicherere B 15!“ Landrat Dr. Oliver Bär äußerte seine Überzeugung, dass ein vierspuriger Ausbau mit baulicher Mitteltrennung die Lösung sei, welche auch bei den Autofahrern die größere Akzeptanz finde. Auf Anregung von Alexander König soll auch noch geprüft werden, ob im Zuge des Ampelbaues an der Autobahnausfahrt auch der Park & Ride Parkplatz beleuchtet werden kann.