Demographische Entwicklung

Der demographische Wandel bringt zweifelsohne gravierende Änderungen unserer Gesellschaft und damit auch unserer Heimat mit sich. Anders als oft dargestellt handelt es sich allerdings grundsätzlich um eine positive Entwicklung. Denn der demographische Wandel bedeutet auch, dass die Menschen immer älter werden. Hinzu kommt, dass die rückläufigen Geburtenzahlen kein hochfränkisches Problem sind, sondern eine Entwicklung die sich in allen Industrieländern abzeichnet.
Problematisch ist vor allem die vergleichsweise hohe Abwanderungszahl junger Menschen aus der Region. Hauptgrund dafür sind vor allem berufliche Erwägungen. Junge Menschen erkennen oft nicht die Chancen und Möglichkeiten die Ihnen beruflich bei uns geboten werden. Daher setze ich mich dafür ein den Kontakt zwischen den hiesigen Unternehmen sowie Schülern und Studenten weiter zu intensivieren. Außerdem möchte ich mit „Rückholeraktionen“ Menschen, die bereits weggegangen sind ansprechen. Damit können wir diejenigen, die ihrer Heimat immer noch verbunden sind die beruflichen Möglichkeiten, aber auch die hohe Attraktivität der Region deutlich machen.
Doch auch mit einer erfolgreichen Rückholeraktion wird es uns realistisch betrachtet nicht gelingen die schrumpfende Bevölkerungszahl umzukehren. Daher ist es bei allen politischen Entscheidungen notwendig, dass man sich nicht nur Gedanken darüber macht wie eine Infrastrukturmaßnahme jetzt zu unterhalten ist, sondern auch, wie sie bei 20 Prozent niedrigerer Bevölkerung aufrecht erhalten bleiben kann. Hier dürfen keine Entscheidungen auf Kosten der nachfolgenden Generationen getroffen werden.
Auch dem zunehmenden Altersdurchschnitt der Bevölkerung mit seinen ganz eigenen Anforderungen muss Rechnung getragen werden. Die wohnortnahe ärztliche Versorgung, eine ausreichende Anzahl an Pflege- und Betreuungsplätzen sowie eine seniorenfreundliche Verwaltung sind dabei die dringendsten Aufgaben der Politik in den kommenden Jahren.