Bildung und Kinderbetreuung

Mit über 40 Grundschulen, Realschulen und Gymnasien der verschiedensten Fachrichtungen und einer eigenen Hochschule in Hof und Münchberg zählen Stadt und Landkreis Hof zu einer der am besten ausgestatteten Bildungsregionen Deutschlands. Eine Tatsache, die vom Bertelsmann Bildungsatlas mit dem 15. Platz Bundesweit in der Rubrik „ländlicher Raum“ eindrucksvoll belegt wurde.
Dieses hohe Bildungsniveau mit seinem breit gefächerten Angebot gilt es zu erhalten. Dabei ist mir besonders wichtig, dass die Entscheidungen zu Kooperationen und individuellen Angeboten dort getroffen werden, wo sie auch zum Tragen kommen – vor Ort. Denn nur vor Ort können die jeweiligen Stärken und Schwächen optimal erkannt und eingesetzt werden. Die Bildung der Schulverbünde bei den Mittelschulen hat dies bestätigt. Und auch individuelle Angebote, wie die Kooperation der Hofer Symphoniker mit der Musikschule oder die flexible Grundschule, sind Antworten auf lokale Gegebenheiten und müssen damit in den Händen der Entscheidungsträger vor Ort liegen.
Gleichzeitig setze ich mich dafür ein, dass die Vielzahl der Schulstandorte, insbesondere bei den Grundschulen, erhalten bleibt. Dies ist langfristig nur mit Kombiklassen und weiterer kommunaler Zusammenarbeit möglich. Bei der Kombiklasse werden die Schüler jahrgangsübergreifend unterrichtet und können so an ihrem angestammten Schulstandort bleiben. Diese gibt es derzeit in der Angerschule in Hof sowie den Grundschulen Konradsreuth und Regnitzlosau. Auch hier gilt, dass die Entscheidungen über die Einführung einer solchen Klasse möglichst vor Ort getroffen werden sollte und nicht von oben diktiert werden darf.
Beim Ausbau der Kinderbetreuung geht der Freistaat Bayern neue Wege. Durch das Förderprogramm „Aufbruch Bayern“ wird jeder Krippenaus- oder Neubau gefördert. Wir haben dabei keine Höchstsumme für das Förderprogramm festgelegt und garantieren so jeder Kommune Unterstützung beim Krippenausbau. Alleine in Stadt und Landkreis Hof hat der Freistaat Bayern den Ausbau der Kinderbetreuung für unter Dreijährige mit über 4,4 Millionen Euro gefördert. Auf diese Weise werden bei uns 395 neue Betreuungsplätze geschaffen und 48 weitere in der Stadt Hof konnten erhalten werden. Jeden einzelnen Betreuungsplatz im Raum Hof ließ sich das Land damit über 10.000 Euro in der Entstehung kosten.
Diese Förderung möchte ich auch in Zukunft fortsetzen. Wichtig ist auch hier, dass der Bedarf vor Ort festgestellt werden muss. Unsere Stadt- und Gemeinderäte wissen am besten wo zusätzliche Betreuungsplätze notwendig sind und wo der Bedarf erfüllt ist.